Ratgeber · Maße & Einbau
Kochfeld Maße und Ausschnittmaße: Standardgrößen einfach erklärt
Von Redaktion Kochfeld Ratgeber · Aktualisiert am 23. Mai 2026
Ob Neuanschaffung oder Austausch: Die Maße eines Kochfelds entscheiden darüber, ob das neue Gerät überhaupt in die Arbeitsplatte passt. Außenmaß und Ausschnittmaß sind dabei zwei verschiedene Dinge — und Herstellerangaben unterscheiden sich teilweise um wenige Millimeter, die im Einbau aber entscheidend sind. Dieser Ratgeber erklärt die gängigen Standardbreiten, worauf Sie messen sollten und wann eine Anpassung der Arbeitsplatte unvermeidbar ist.
Standardbreiten von Kochfeldern
Kochfelder werden in mehreren typischen Breiten angeboten. Die meisten Hersteller orientieren sich an einer überschaubaren Auswahl, die zur Standardküchenplanung passt. So lassen sich Fronten, Schubladen und Stauraum konsistent planen.
Die folgenden Breiten sind in Deutschland am häufigsten anzutreffen — die Tiefe liegt bei den meisten Modellen zwischen 50 und 55 cm.
- 30 cm: Domino-Kochfeld, gut für Zweitkochfelder oder kleine Küchen
- 60 cm: Standardgröße für die meisten Haushalte, vier Kochzonen
- 70 cm: mehr Platz zwischen den Kochzonen, oft mit Bridge- oder Flexzone
- 80 cm: typisch für vier oder fünf Kochzonen, beliebt bei Familien
- 90 cm: großzügig, häufig mit großen Flexzonen für Bräter und Teppanyaki
Typische Außen- und Ausschnittmaße nach Breite
Die folgenden Werte sind Richtwerte, die für viele gängige Modelle zutreffen. Sie ersetzen nicht das Datenblatt des konkreten Modells, geben aber eine gute erste Orientierung beim Austausch oder bei der Küchenplanung.
Beachten Sie: Einige Hersteller verwenden leicht abweichende Ausschnittmaße — oft nur um wenige Millimeter. Diese Abweichungen können beim Einbau relevant sein, wenn der Ausschnitt bereits vorhanden ist.
- 30 cm außen → Ausschnitt ca. 26 × 48 cm
- 60 cm außen → Ausschnitt ca. 56 × 49 cm (häufigste Variante)
- 70 cm außen → Ausschnitt ca. 65 × 49 cm
- 80 cm außen → Ausschnitt ca. 75 × 49 cm
- 90 cm außen → Ausschnitt ca. 83 × 49 cm
- Tiefe immer im Datenblatt prüfen — je nach Modell 49–52 cm
Außenmaß und Ausschnittmaß: was ist der Unterschied?
Das Außenmaß ist die Größe der sichtbaren Glasplatte. Das Ausschnittmaß ist das Loch, das in die Arbeitsplatte gesägt werden muss, damit das Kochfeld eingelegt werden kann. Das Ausschnittmaß ist immer kleiner als das Außenmaß, weil das Kochfeld einen Rand auf der Arbeitsplatte aufliegen muss.
Typischer Unterschied: Bei 60 cm Außenmaß liegt das Ausschnittmaß meist bei 56 × 49 cm. Bei 80 cm Außenmaß sind 75 × 49 cm gängig. Die exakten Maße stehen im Datenblatt des Herstellers — Abweichungen von wenigen Millimetern sind normal.
Für den Einbau entscheidend ist das Ausschnittmaß, nicht das Außenmaß. Das Außenmaß zeigt nur, wie viel Platz auf der Arbeitsfläche sichtbar belegt wird — beim Austausch eines alten Geräts ist das oft irreführend, weil das alte Gerät möglicherweise einen anderen Rand hatte.
Was beim Austausch eines alten Kochfelds wichtig ist
Beim Austausch ist das vorhandene Ausschnittmaß die wichtigste Größe. Messen Sie zuerst, wie groß der Ausschnitt in der Arbeitsplatte tatsächlich ist — nicht nur das Außenmaß des alten Geräts. Vergleichen Sie diese Werte dann mit dem Ausschnittmaß des Wunschmodells.
Ist der vorhandene Ausschnitt etwas größer als der des neuen Kochfelds, ist das in der Regel kein Problem, weil der äußere Rand das Loch verdeckt. Ist der Ausschnitt jedoch zu klein, muss er nachgearbeitet werden — bei Naturstein, Massivholz oder Quarzkomposit ist das nicht trivial.
Beim Wechsel von Ceran auf Induktion sind die Außenmaße oft ähnlich, das Ausschnittmaß kann aber abweichen. Prüfen Sie außerdem die Tiefe: Einige Induktionskochfelder bauen tiefer als alte Ceranmodelle, was Anpassungen am Unterschrank erfordern kann.
Typische Fehler beim Kauf durch falsche Maße
Der häufigste Fehler: Das Außenmaß des Wunschmodells stimmt mit dem alten überein, aber das Ausschnittmaß ist abweichend. Das führt dazu, dass das neue Gerät entweder nicht richtig aufliegt oder in den Ausschnitt fällt.
Ein weiterer Fehler: Die Bauhöhe wird nicht geprüft. Kochfelder mit integriertem Dunstabzug bauen oft 15 bis 20 cm tief in den Unterschrank — Schubladen oder Regalböden müssen entfernt oder angepasst werden. Dieser Platzbedarf ist im Datenblatt oft separat angegeben und wird im Kaufenthusiasmus leicht übersehen.
Und schließlich: Mindestabstände zu brennbaren Bauteilen werden ignoriert. Jeder Hersteller schreibt Mindestabstände zur Rückwand, zu Hochschränken und zu seitlichen Möbeln vor. Diese Abstände sind nicht Empfehlung, sondern Einbauvoraussetzung — relevant für Versicherungsschutz und Betriebssicherheit.
Was Sie vor dem Kauf messen sollten
Messen Sie zuerst die freie Arbeitsplattenbreite, in der das Kochfeld sitzen soll. Achten Sie auf seitliche Abstände zu Wänden, Hochschränken und brennbaren Möbelteilen. Hersteller schreiben Mindestabstände vor — diese stehen in der Einbauanleitung.
Messen Sie auch die Arbeitsplattenstärke und die Höhe des Unterschranks. Manche Kochfelder bauen tiefer als andere, vor allem Modelle mit integriertem Dunstabzug brauchen mehrere Zentimeter unter der Arbeitsplatte.
- Außenmaß und Ausschnittmaß des Wunschmodells aus dem Datenblatt notieren
- Vorhandenen Ausschnitt in der Arbeitsplatte ausmessen (Breite und Tiefe)
- Mindestabstand zur Rückwand und zu Hochschränken prüfen
- Arbeitsplattenstärke und verfügbare Bauhöhe unter der Platte messen
- Bei Dunstabzug im Kochfeld zusätzlich Stauraum unter der Platte einplanen
- Datenblatt des konkreten Modells vor dem Kauf lesen, nicht nur die Produktseite
Wann muss die Arbeitsplatte angepasst werden?
Eine Anpassung wird notwendig, wenn das neue Kochfeld breiter ist als das alte oder wenn das Ausschnittmaß deutlich abweicht. Auch beim Wechsel von Ceran auf ein Induktionskochfeld mit integriertem Dunstabzug ist häufig ein neuer Ausschnitt nötig, weil die Bauhöhe darunter größer ist.
Lassen Sie diese Arbeit von einer Fachkraft ausführen. Bei Naturstein und Quarzkomposit ist sauberes Schneiden ohne Risse anspruchsvoll. Bei einer durchgehenden Holzarbeitsplatte ist es einfacher, aber Maßhaltigkeit ist trotzdem wichtig.
Warum Herstellerangaben entscheidend sind
Auch wenn die Standardmaße ähnlich klingen, gibt es zwischen Marken kleine Unterschiede beim Ausschnittmaß und beim sichtbaren Rand. Vor dem Kauf sollten Sie die offizielle Einbauanleitung des konkreten Modells lesen — sie enthält alle relevanten Maße inklusive Mindestabstände, Lüftungsöffnungen und Anschlussbedingungen.
So vermeiden Sie, dass das neue Kochfeld zwar in den Ausschnitt passt, aber die seitlichen Mindestabstände nicht eingehalten werden oder die Bauhöhe in den Schubladenraum hineinragt.
Laden Sie die Einbauanleitung im Zweifelsfall direkt von der Herstellerwebsite herunter — vor dem Kauf, nicht danach. Die meisten Hersteller stellen vollständige Montageanleitungen mit Maßzeichnungen kostenlos zur Verfügung.
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Häufige Fragen
Welche Standardbreiten gibt es bei Kochfeldern?
Üblich sind 30, 60, 70, 80 und 90 cm Außenmaß. Am häufigsten ist die 60-cm-Variante; 80 und 90 cm werden bei Familien und Liebhabern flexibler Kochzonen beliebter.
Was ist der Unterschied zwischen Außenmaß und Ausschnittmaß?
Das Außenmaß beschreibt die sichtbare Größe des Kochfelds. Das Ausschnittmaß ist die Öffnung, die in die Arbeitsplatte gesägt werden muss. Das Ausschnittmaß ist immer kleiner als das Außenmaß.
Passt ein neues Kochfeld in den alten Ausschnitt?
Häufig ja, wenn die Außenmaße identisch und die Ausschnittmaße kompatibel sind. Bei Markenwechsel oder beim Wechsel auf ein Modell mit integriertem Dunstabzug sollten Sie die Werte exakt vergleichen.
Was muss ich vor dem Kauf messen?
Den vorhandenen Ausschnitt (Breite und Tiefe), die freie Arbeitsplattenbreite, die Mindestabstände zu Schränken und Wand sowie die Bauhöhe unter der Platte. Bei Modellen mit Dunstabzug zusätzlich den verfügbaren Stauraum.
Brauche ich für den Einbau einen Fachbetrieb?
Den elektrischen Anschluss sollte immer eine Elektrofachkraft durchführen. Auch das Sägen des Ausschnitts in Stein- oder Quarzplatten ist Aufgabe eines Fachbetriebs.
Sind die Ausschnittmaße bei Ceran- und Induktionskochfeldern gleich?
Bei gleicher Außenbreite sind die Ausschnittmaße oft sehr ähnlich, aber nicht identisch. Beim Wechsel von Ceran auf Induktion sollten Sie die Ausschnittmaße beider Modelle konkret vergleichen.
Welche Mindestabstände gelten beim Einbau eines Kochfelds?
Die genauen Werte stehen in der Einbauanleitung des jeweiligen Modells. Typisch sind mindestens 50 mm Abstand zu brennbaren Seitenwänden und 30 mm zur Rückwand. Diese Abstände sind Einbauvoraussetzung.